Das Europäische Hansemuseum bietet seit vielen Jahren erfolgreiche Planspiele an, die sich intensiv mit dem Thema Konsens auseinandersetzen. Steigende Nachfrage aus Schulen sowie aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen zeigen, dass ein erweitertes, zeitgemäßes Bildungsangebot notwendig ist. Ab 2026 führt das Europäische Hansemuseum daher dauerhaft das neue Workshop-Format Demokratie verstehen – Demokratie leben für Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren ein. Der Workshop ist in Kurz- oder Langversion (90 bzw. 200 Minuten) buchbar und richtet sich ausdrücklich auch an Abschlussklassen von Gemeinschaftsschulen. Die Inhalte können in Abstimmung mit Lehrkräften an die jeweiligen Bedürfnisse und Lernniveaus angepasst werden. Für das Jahr 2026 sind rund 20 Workshops geplant – etwa 400 Jugendliche werden voraussichtlich teilnehmen. Die Teilnahme ist für Schulen im Jahr 2026 kostenlos.
Der Kurs 'Eltern ProbezeiT' ermöglicht Jugendlichen, als 'Mutter' oder 'Vater auf Probe' einen realistischen Einblick in den Alltag mit einem Säugling zu erhalten. Mithilfe von Babysimulatoren erleben die Teilnehmenden unmittelbar, was es bedeutet, Verantwortung für ein Baby zu übernehmen – inklusive Schlafmangel, Pflege, Reaktionsbereitschaft und Alltagsorganisation. Ziel des Angebots ist es, idealisierte Vorstellungen von früher Elternschaft zu reflektieren und ihnen eigene Erfahrungen entgegenzustellen. Die Jugendlichen erfahren, wie stark die Bedürfnisse eines Säuglings den persönlichen Alltag bestimmen und gewinnen so Orientierung für bewusste Lebens- und Familienentscheidungen. Begleitend werden Themen wie Kindersicherheit, kindliche Entwicklung und Lebensplanung behandelt. Die Dräger-Stiftung hat zur Fortführung dieses wichtigen Präventionsangebotes beigetragen.
Die BUND-Kreisgruppe Lübeck setzt im 'Garten für Kinder' seit vielen Jahren auf umweltpädagogische Angebote, die Kindern und Familien Natur durch eigenes Erleben näherbringen. Ziel ist es, früh eine wertschätzende Beziehung zur Natur aufzubauen und zentrale Kompetenzen im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu fördern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Permakultur, einem Konzept für nachhaltige, an natürlichen Ökosystemen orientierte Lebensräume. Sie basiert auf drei ethischen Grundsätzen: Earth Care, People Care, Fair Share. Im Jahr 2026 wird sich die pädagogische Arbeit verstärkt auf den Grundsatz Earth Care richten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Themen Boden, Wasser und Biodiversität. Die Kinder und Familien erleben diese Aspekte praktisch – durch Beobachten, Pflanzen, Pflegen und Entdecken im Garten.
Die Mühlenweg-Schule im Stadtteil Moisling baut ihre Verkehrserziehung umfassend aus, um allen Kindern einen sicheren Umgang mit dem Fahrrad zu ermöglichen. Mit der Anschaffung von 20 schuleigenen, verkehrssicheren Fahrrädern wurde dafür eine wichtige Grundlage geschaffen. Die Räder werden jahrgangsübergreifend im regulären Unterricht eingesetzt und regelmäßig gewartet. Gemeinsam mit einer neu gestalteten Übungsfläche auf dem Schulhof und dem Aufbau einer Fahrrad‑AG entsteht 2026 ein ganzheitliches Konzept für mehr Verkehrssicherheit und Chancengleichheit. Mit den neuen schuleigenen Fahrrädern schafft die Mühlenweg-Schule nun verlässliche und gerechte Strukturen, um allen Kindern – unabhängig von familiären Voraussetzungen – das sichere Radfahren zu ermöglichen.
Der Verein KinderSeelenNot, Lübeck e.V. hat im Jahr 2025 auf der Station der Kinder- und Jugendpsychosomatik des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein 'Die Insel' einen neuen Begegnungsraum geschaffen, der Patientinnen und Patienten sowie ihren Familien als wohnzimmerähnlicher Rückzugsort dient. Der Raum bietet den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich vom belastenden Stationsalltag zu erholen und während der Besuchszeiten gemeinsame Momente mit ihren Angehörigen zu verbringen – sei es beim Spielen, Basteln oder einfach im Beisammensein. Dank der finanziellen Unterstützung der Dräger-Stiftung konnten die erforderlichen Möbel beschafft und der Raum vollständig ausgestattet werden.
Das Industriemuseum Herrenwyk steht vor einer umfassenden Neugestaltung seiner inzwischen rund 40 Jahre alten Dauerausstellung. Im Jahr 2025 wurde der erste Bauabschnitt abgeschlossen: Die große Haupthalle des Museums erhielt eine völlig neu konzipierte, zeitgemäße und barrierearme Ausstellung. Neben bewährten Inhalten rückt die neue Präsentation erstmals auch Themen in den Mittelpunkt, die in der bisherigen Ausstellung nur am Rande behandelt wurden – darunter insbesondere die Industrialisierung und ihre vielfältigen Auswirkungen. Gerade Schulen hatten sich eine stärkere Aufbereitung dieses zentralen historischen Themenfeldes gewünscht. Die Dräger-Stiftung hat sich an der Modernisierung der Haupthalle finanziell beteiligt.
Der 'Familienanker' ist eine Kooperation von Sprungtuch e.V., dem Kinder‑ und Jugendhilfe‑Verbund Lübeck sowie der Hansestadt Lübeck. Täglich treffen hier Kinder, die kurz- oder langfristig in Pflegefamilien leben, in einem geschützten Rahmen auf ihre Eltern. Die Räume des Familienankers sind kindgerecht, nachhaltig und vielseitig gestaltet – und bieten damit optimale Bedingungen für gelingende Kontakte. Ein bislang nur spärlich ausgestatteter Raum für Treffen wurde 2025 professionell neugestaltet. Entstanden ist ein nachhaltiger, kindgerechter und flexibel nutzbarer Bewegungsraum, der es Kindern und Eltern ermöglicht, sich bei ihren Treffen gemeinsam zu bewegen, zu spielen und aktiv Zeit miteinander zu verbringen.
Der Verein Kompass des Nordens Lübeck e.V. hat 2025 das Projekt 'Musik auf Rädern' für Jugendliche aus der ambulanten Heimbetreuung umgesetzt. Mit einem mobilen Musikstudio kam das Angebot direkt in den Alltag der Jugendlichen. Vor Ort wurden Instrumente ausprobiert, eigene Songs geschrieben und Musik produziert – ganz ohne musikalische Vorkenntnisse. Im Mittelpunkt standen das kreative Ausprobieren, gemeinsames Arbeiten und das Erleben von Selbstwirksamkeit. Ergänzend fanden gemeinsame Konzertbesuche statt, die neue kulturelle Impulse setzten. Das Projekt stärkte Selbstbewusstsein, Kreativität und Teamfähigkeit. Gleichzeitig entwickelten die Jugendlichen neue Ausdrucksmöglichkeiten für ihre Gedanken, Gefühle und Erfahrungen und konnten ihre eigenen Ideen hörbar machen.
Der Naturerlebnisraum Strukbach, ein Projekt der Essbaren Stadt Lübeck, ermöglicht direktes Erleben der Natur inmitten von Lübeck. Er ist Begegnungsort und Erholungsraum für Jung und Alt, der sich zusammen mit seinen Nutzern wandeln und weiterentwickeln darf. Vier regionale Vereine (Hanse-Obst, Initiative Brolingplatz, NABU, Grüne Kreis) haben sich zusammengeschlossen, um unter der Projektleitung des Bereichs Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz der Hansestadt Lübeck den Naturerlebnisraum Strukbach gemeinsam zu entwickeln. Die Umsetzung wird getragen von einer Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger, die in regelmäßigen Aktionen aus dem ehemaligen 'Lost Place' ein nutzbares Paradies gestalten. Am 19. Juli 2025 wurde der Naturerlebnisraum Strukbach feierlich eröffnet und vom Land Schleswig-Holstein als solcher anerkannt.
Lesen ist wie ein kleines Wunder, denn aus Buchstaben entstehen Bilder im Kopf, aus Sätzen ganze Welten. Mit 'Buchstabensport' wurde ein kreatives Projekt ins Leben gerufen, das genau diese Magie sichtbar und hörbar macht. Ein Kinderlied, ein animiertes Video und ein liebevoll gestaltetes Buch zeigen, wie viel Fantasie in kleinen Zeichen steckt. Entstanden ist das Projekt aus einer Idee von Textdichter Dieter Nickel, der Kindern Lust aufs Lesen machen wollte – mit Spaß, Musik und Mitgestaltung. Gemeinsam mit dem Musiker Dirk Paulsen und der Künstlerin Inga Prasse entwickelte sich daraus ein multimediales Gemeinschaftswerk. Im April und Mai 2025 wurde das Projekt in Timmendorf und Lübeck vorgestellt. Ziel ist es, den Zugang zu Büchern auf spielerische Weise zu fördern und Lesen als etwas Lebendiges zu vermitteln.
Der WERTEKOMPASS LÜBECK ist ein Kunst- und Kulturprojekt von Mathias Hollaender. In Form einer 'Open-Air Galerie der guten Taten' werden Menschen in kurzen Videos porträtiert, die durch ihr Engagement im eigenen Stadtteil einen wertvollen Beitrag leisten. Orangefarbene Bilderrahmen machen auf diese Menschen direkt am Ort ihres Wirkens aufmerksam. Das dazugehörige Videoporträt kann über einen QR-Code am Rahmen abgerufen werden. Durch die Präsentation im öffentlichen Raum werden die Facetten nachbarschaftlichen Engagements direkt am Wirkungsort für andere Menschen sichtbar – stets mit dem Ziel, zu inspirieren und sich zu engagieren. Begleitend gehört eine Fotoausstellung zum Gesamtkonzept, um das Projekt in den Stadtteilen nachhaltiger präsentieren zu können. Die Dräger-Stiftung hat 2024 den WERTEKOMPASS für den Stadtteil St. Jürgen finanziert.
Anfang Mai 2019 entstand an der Universität zu Lübeck die Idee für eine Internet-Plattform, auf der Veranstaltungen und ehrenamtliche Projekte für Studierende gebündelt präsentiert werden. Seither hat sich das Projekt VICTOR unter dem gemeinnützigen Verein VICTOR Lübeck e.V. an der Universität und in der Hansestadt etabliert und bietet zahlreiche Möglichkeiten, sich sozial zu engagieren. Die Dräger-Stiftung unterstützte 2022 die neue Campusinitiative 'Netzwerk', bei der die sozialen Projekte durch den VICTOR Engagement-Podcast zusätzlich proaktiv auf dem Campus hervorgehoben werden.
Seit 2009 setzt sich der Verein ePunkt e.V. für das Ehrenamt in Lübeck ein. Bürgerschaftliches Engagement ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft und hilft u.a. dabei, aktuelle und zukünftige Krisen besser zu meistern. Die Dräger-Stiftung unterstützt seit 2022 eine mehrjährige Kampagne, um das bürgerliche Engagement in Lübeck zu stärken. Ziel der Kampagne ist es, durch Plakate im öffentlichen Raum, Anzeigen und das Internet Interessierte über die vielfältigen Möglichkeiten ehrenamtlichen Engagements zu informieren. Bereits Engagierte werden durch die Kampagne wertgeschätzt und Vereine und Initiativen bei ihrer Suche nach neuen Ehrenamtlichen unterstützt.
Seit 2004 bietet die Katholische Familienbildungsstätte Lübeck e.V. jungen Eltern nach der Geburt eines Babys mit dem wellcome-Projekt Unterstützung an. Ehrenamtliche Helferinnen gehen für ein halbes Jahr einmal pro Woche für zwei Stunden in die Familien. Dabei steht die Entlastung der Mütter und Väter im Vordergrund. Das Angebot versteht sich als modernes Nachbarschaftsprojekt und richtet sich an alle jungen Eltern. Die Dräger-Stiftung unterstützt das wellcome-Projekt seit 2021.
Die Kulturakademie der Vorwerker Diakonie gGmbH hat 2021 gemeinsam mit Lübecker Kooperationspartnern ein innovatives, außerschulisches Freizeit- und Bildungsangebot geschaffen. In drei mobilen Containern werden an mehreren Tagen der Woche Sport, Spiel und Kultur in infrastrukturschwachen Stadtteilen Lübecks angeboten. Durch das mobile Konzept werden benachteiligte Kinder und Jugendliche in ihrem gewohnten Umfeld erreicht. Die Dräger-Stiftung unterstützte dieses außergewöhnliche Projekt, um Kindern und Jugendlichen gerade in Zeiten von Corona zu neuen Impulsen zu verhelfen.
Im Jahr 2021 hat der Verein Wahlverwandtschaften Alt & Jung Lübeck e.V. mit Hilfe der Dräger-Stiftung begonnen, den ersten Familienrat in Lübeck zu etablieren. Unabhängig von Fachkräften freier Träger und des Jugendamtes fördert der Familienrat die Hilfe zur Selbsthilfe, indem die eigenen Kräfte der Familie und sorgetragenden Personen aktiviert werden und somit nachhaltig wirken können. Geschulte neutrale KoordinatorInnen unterstützen dabei, das persönlich individuelle Netzwerk zu aktivieren, um gemeinsam eine Lösung für das anstehende Problem zu entwickeln. Dabei ist der Fokus besonders auf die teilnehmenden Kinder gerichtet. Kostenfrei und ohne komplizierte Antragsformulare hat ein Jeder die Möglichkeit, das Angebot des Familienrates wahrzunehmen.
Der Internationale Bund e.V. engagiert sich in ganz Deutschland in den Bereichen Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit. Bereits seit 2018 unterstützt die Dräger-Stiftung die mobile Jugendarbeit des Vereins. Durch die Anschaffung eines speziell konzipierten Busses können die Streetworker benachteiligte und gefährdete Jugendliche direkt an deren bevorzugten Treffpunkten aufsuchen. Vor Ort zeigen sie den Jugendlichen Wege aus der Perspektivlosigkeit, leisten Sucht- und Gewaltprävention und unterstützen bei der Arbeitsplatz- und Lehrstellensuche. Die Dräger-Stiftung beteiligte sich an der Anschaffung des 'Roadrunners' und fördert die engagierte Arbeit der Streetworker seit mehreren Jahren.
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