Ankelohe Conversations





Journalisten und Autoren klären auf, analysieren und informieren. Sie sind die Vermittler komplizierter Zusammenhänge und Sachverhalte und im besten Fall "agents of change".

 

Politische Sachbuch-Autoren, die oft zugleich als Journalisten arbeiten, haben eine wichtige Rolle als Aufklärer und Meinungsmacher; gleichermaßen stoßen sie auch Debatten an. Deshalb wird nicht nur über Sachthemen diskutiert, sondern auch über den sprachlichen Umgang mit ihnen. Wie schreibt man über etwas, wenn man eine breite Öffentlichkeit ebenso wie die politisch Verantwortlichen nicht nur informieren, sondern auch zum Handeln motivieren möchte?

 

Zusammen mit dem Journalisten und Autor Lutz Kleveman hat die Dräger-Stiftung im Jahr 2006 einen internationalen Workshop ins Leben gerufen, der auf Gut Ankelohe bei Bremerhaven Journalisten und politischen Autoren Gelegenheit geben soll, miteinander und mit hochkarätigen Referenten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Politik über relevante globale Themen zu diskutieren und zu streiten.

 

Das erste Ankeloher Autorengespräch im Mai 2006 hatte zwei der globalen und eng miteinander verflochtenen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zum Thema: Energie und Klima ("The Heat is on: Climate Change and the Oil Endgame") und diente damit auch der Vorbereitung des XVI. Malenter Symposiums zum Thema "Energie und Klima".

 

2007 lautete das Thema "Resource Wars - The New Security Challenge of the 21st Century". Konflikte um Energie, sauberes Wasser, Ackerland und andere knappe Ressourcen werden in Verbindung mit einer rasch wachsenden Weltbevölkerung, einem rapide wachsenden Ressourcenbedarf, insbesondere in den Schwellenländern Südostasiens, und den Folgen des Klimawandels zu einem zunehmenden globalen Sicherheitsrisiko. 30 Journalisten und Sachbuchautoren diskutierten über mögliche Maßnahmen zur Konfliktvermeidung.

 

Im Jahr 2008 war China Thema der Ankelohe Conversations ("The Struggling Giant - Understanding the World through Chinese Eyes") - sein wirtschaftlicher Aufstieg, sein wachsender Rohstoffhunger, sein Kampf zwischen Liberalismus und Autokratie und die wirtschaftlichen, umweltpolitischen, demographischen und politischen Herausforderungen, vor denen das Land im 21. Jahrhundert steht.