Young Leaders Study Groups





In internationalen Study Groups gewinnen junge Führungskräfte gegenseitige Einblicke in politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Besonderheiten - für bessere Beziehungen sowohl zwischen Europa und Amerika als auch zwischen Ost- und Westeuropa.

 

Jeweils ca. 30-40 interdisziplinär ausgewählte Teilnehmer fanden sich in bislang fünf Study Groups zusammen, die sich über einen Zeitraum von jeweils zwei Jahren im Rahmen einer Reihe von Konferenzen mit einigen der drängendsten politischen, wirtschaftlichen und sozialen Problemen unserer Zeit befassten und befassen. Partner der Dräger-Stiftung bei der Organisation und Durchführung der Study Groups waren das Aspen Institute Berlin, die ZEIT-Stiftung Gerd und Ebelin Bucerius, Hamburg, und der American Council on Germany (ACG), New York.

 

Im Mittelpunkt der ersten gemeinsam mit dem Aspen Institute durchgeführten Study Group  (1994-1996) stand die Entwicklung struktureller Arbeitslosigkeit in Westeuropa, Osteuropa und den USA sowie die zukünftige Struktur und Verteilung der Arbeit. Von besonderem Interesse waren hierbei die Auswirkungen steigender sozialer Spannungen nicht nur auf die damals noch jungen Demokratien in Osteuropa, sondern auch auf westliche Gesellschaften.

 

Die zweite Study Group (1997-1999) befasste sich mit der Zukunft Europas und der Europäischen Union, und zwar mit der wirtschaftlichen Integration und der Währungsunion, der EU-Erweiterung, der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik und der politischen Integration, dem Vertiefungsprozess.

 

Auch im Mittelpunkt der beiden folgenden Study Groups der Jahre 2003-2005 und 2006-2007, die in Kooperation mit der ZEIT-Stiftung und dem ACG durchgeführt wurden, stand die Zukunft Europas. Wo endet Europa und wo endet die Europäische Union? Gibt es eine europäische Identität? Kann die EU diese Erweiterungen in rascher Folge verkraften und gleichzeitig die Integration vertiefen? Wie können 27, 28 oder sogar mehr Länder - nicht zuletzt mit Blick auf die anstehenden institutionellen Reformen und die Zukunft des Verfassungsvertrages - politischen und wirtschaftlichen Konsens erreichen und erhalten? Können wir angesichts des globalen Wettbewerbs weiter von einem "sozialen Europa" träumen? Was ist Europas künftige Rolle in der Welt?

 

Diese und andere Fragen standen auf der Agenda der insgesamt vier Konferenzen der vierten Study Group, von denen die erste im April 2006 in Berlin ("Looking Inward, Looking Outward - the EU and its Relations with the East and the West") stattgefunden hat, die zweite im November 2006 in Washington, D.C., zum Thema "The United States, Europe, and the Transatlantic Partnership", die dritte im April 2007 in Ankara und Istanbul ("The EU and the Limits of Enlargement") und die vierte und abschließende Konferenz im November 2007 in Brüssel ("The Debate Goes on: Widening versus Deepening - Europe between Enlargements").

 

Die für die Dräger-Stiftung fünfte Study Group zur Zukunft Europas, die wiederum in Zusammenarbeit mit dem ACG realisiert wurde und sich mit dem Thema "Demographic Trends, Migration and Social Cohesion" beschäftigt, nahm ihre Arbeit im Juni 2009 in Berlin auf. Die zweite Konferenz fand im November 2009 on Washington, D.C., statt, und die dritte und letzte Konferenz der Gruppe war im Juni 2010 in Brüssel und Paris.

 

Die aktuelle Study Group, die wiederum in Kooperation mit dem ACG sowie dem Warsaw Center for International Relations entstand und sich erstmals trilateral aus Young Leaders aus Deutschland, den USA und Polen zusammensetzt, befasst sich mit Thema "The Global Economic and Financial Crisis and the Future of the Euro". Die Auftaktkonferenz fand im November 2011 in Warschau statt. Die Folgeveranstaltungen sind in Brüssel (Oktober 2012) und Washington, D.C., (2013) geplant. Hier erfahren Sie mehr.